Soll man als Christ politisch wählen gehen?

Andachten
Andachten Holger Reich

Vor jeder Wahl, ob Bundestags, Landtags oder gar Europawahl stellt sich mir immer diesselbe Frage. WAS und WEN soll man wählen? Gibt es eine “geringstes Übelentscheidung” oder gar eine Wahl, die Gott gefällt? Kann ich mich mit einer falschen Wahl gar versündigen? Gibt es ein richtig oder falsch?

Schauen wir mal in die Bibel, dann gibt es eine ganze Reihe an politisch relevanter Menschen, die durchaus Gottes Gefallen gefunden hatten. Ebenso aber auch Menschen, denen Gott so garnicht gewogen war. Was also soll ICH da tun? Die Antwort liegt in der persönlichen Beziehung zu Gott selbst. IHM geht es doch garnicht darum, daß wir die RICHTIGEN Dinge für IHN tun – das könnte ER selsbt doch viel besser. Gott interessiert sich für dich selbst, für deine Aufmerksamkeit, das Gespräch mit dir.

Ich persönlich habe mich nach langem Kampf zu einer Richtung entschieden. Ich stehe für das C in CDU ein in dem Bewußtsein, daß es sich hier um Partei und nicht Gemeinde handelt

Und aus dieser Grundbeziehung werden wir auch in diese Welt gestellt. Wir helfen, wo wir hingestellt werden und leben aus der Gottesbeziehung heraus IN dieser Welt. Und an den Menschen in unserer Umgebung ist auch unser Gott sehr interessiert. Darum dürfen wir als Christen auch Position beziehen und unseren Einfluß zum Guten geltend machen.

Doch wenn man mich fragt, wo man sein Kreuz machen sollte, dann antworte ich: Prüfe selbst die Aussagen und das Leben derer, die sich zur Wahl stellen, bete über deine Entscheidung und dann tue es. Ja, wir dürfen und wir sollen uns ins Weltgeschehen einmischen – durch Gebet und Handeln können wir der besten Botschaft den Weg ebnen und den Feinden des Evangelium Paroli bieten.

Mach mit. Hauptsache du gehst wählen und überläßt das Feld nicht den Feinden des Evangeliums.