Adam Wo Bist Du?

Andachten
Andachten Holger Reich

8 Als sie Gott, den Herrn, im Garten gegen den Tagwind einherschreiten hörten, versteckten sich Adam und seine Frau vor Gott, dem Herrn, unter den Bäumen des Gartens.

9 Gott, der Herr, rief Adam zu und sprach: Wo bist du?

Genesis 3, 8+9


In der Rasterfahndung Gottes

Im Anfang der Menschheit war es offenbar nicht ungewöhnlich, daß Gott selbst mit den Menschen Umgang pflegte. Umso fataler ist es, daß der Mensch sich plötzlich vor dem Schöpfer verstecken wollte. Als wenn ein paar Blätter und ein versteck ausreichen würden, um sich vor Gott verbergen zu können.

Und Gott ruft uns beim Namen. „ADAM, Wo bist du?“ hallte es durch das Paradies. Wußte Gott doch schon bevor Er den Menschen schuf, wie es ausgehen würde – sonst wäre Er auch nicht Gott, oder?

Wie tröstlich ist der Gedanke: Ich habe versagt, bin meinem Maßstab nicht gerecht geworden – dem Maßstab Gottes kann ich eh nicht gerecht werden. Und dennoch macht sich Gott persönlich die Mühe, mich aufzusuchen. keine Jagd auf den „Versager“, sondern ein behutsames Rufen nach meinem Namen. ADAM, wo bist Du? gibt mir die Gelegenheit und den Raum aus der Anonymität herauszutreten und IHM zu begegnen.

Gott selbst interessiert sich für mich. ER kommt zu mir – wie könnte ich auch zu Ihm kommen? Sind es doch die Religionen, die sich ihren Göttern nahen wollen, doch hier ist es umgekehrt: Gott kommt zu uns. ER ruft mich und will mir zurecht helfen. Vielleicht kann manch eine schlimme Sache nicht mehr rückgängig gemacht werden; vielleicht muß ich die eine oder andere Konsequenz meines Handelns ertragen, doch werde ich nicht vollständig verworfen oder gar vernichtet. Gott selbst weist mir den Ausweg und hilft mir zurecht zu kommen.

Gott sei Dank.

 

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