Dein persönliches Gebot

Andachten
Andachten Holger Reich

“Dieses Gebot vertraue ich dir an, mein Kind Timotheus, nach den vorangegangenen Weissagungen über dich, damit du durch sie den guten Kampf kämpfst, 19 indem du den Glauben bewahrst und ein gutes Gewissen, das einige von sich gestoßen und so im Hinblick auf den Glauben Schiffbruch erlitten haben;”

1.Timotheus 1,18+19


Was ist dies doch für ein seltsames Wort. Hier schreibt ein internationaler Lehrer und “mit allen Wassern gewaschener” Leiter an seinen Schüler Timotheus. Denken wir da an einen jungen Hüpfer, dann dürfte wir uns irren. Timotheus war ein gestandener Christ, reiste mit dem Missionar unter schwierigsten Bedingungen und predigte, lehrte und heilte, wie es nun einmal Aufgabe eines Christen – und hier insbesondere eines dienenden Christen war.

Und doch können wir den erhobenen Zeigefinger nicht übersehen. Paulus warnt hier nicht davor, daß Timotheus sein Werk verlieren können, er keine Bohne mehr finden würde, seine Bücher nicht mehr gelesen oder die schönen Gottesdienste langweilig werden könnten. Paulus warnst ihn vor dem Schiffbruch eines Christenmenschen.

Doch wie könnte dies denn geschehen? Ist unsere Erlösung nicht gesichert? Was könnte da denn geschehen? Ist die Bibel doch voller Zusagen, wie wir in Seinen Armen geborgen seien.

Doch wir lernen hier etwas: Ein Christ kann Schiffbruch erleiden. Wie schrecklich. Bei einem Schiffbruch geht es um das Ganze. Hab und Gut, Gesundheit und Leben und zuletzt die gesamte Existenz steht auf dem Spiel. Wohl dem, den ein Rettungsdienst noch erreicht. Doch wie selten sind diese erfolgreich? Wie oft erleben sie selbst Schiffbruch und gehen unter? Und wenn es gelingt … was bleibt übrig? Nicht ist wie vorher und alles, was vorher war ist verloren.

Das nackte Leben bleibt übrig, wenn …

… ja, wie eigentlich? “indem du den Glauben ein gutes Gewissen bewahrst …” ist hier der Schlüssel. Gott selbst blutet das Herz aufs Neue, wenn Er sehen muß, was Seine eigenen Kinder, die Erlösten des Herr sich in ihrem Lebenswandel zugestehen. Wie zahlreich sind die Quellen, mit denen wir die gereinigten Herzen besudeln. Nicht genug, daß wir aktiv von der Sünde bedrängt werden. Viel schlimmer ist es, wenn wir Sünde in unserem Leben Einladungen zukommen lassen.

Niemand kann sich das Himmelreich verdienen, doch kann man es sich auch verspielen. Nicht die “großen Sünden” bringen das Verderben, sondern die vielen “kleinen Sünden”, die inser Herz erreichen sind das Verderben, was uns zum Strick wird. Jeder dicke Strick besteht  aus vielen, kleinen Fäden – und am Ende steht die Gefangenschaft derer, die zur Freiheit berufen sind.

Es ist kein Kleines. Es geht um deine unsterbliche Seele, Timotheus, du bist namentlich bekannt, bewahre aktiv dein Leben, kehre um, reinige dich, denn der Preis für deine Erlösung war zu hoch, als das er vergebens gewesen sein soll.

Das Leben  ist zu kurz – und sehr unerwartet schnell zuende. Kämpfe und laß nicht nach.

 


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1.Timotheus 1

 

 

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