Von Auserwählung und Elend

Andachten
Andachten Holger Reich
Siehe, ich habe dich geläutert, doch nicht im Silberschmelzofen; ich habe dich geprüft im Schmelzofen des Elends.

Jesaja 48,10


Es liegt ein arges Mißverständnis vor, wenn wir denken, daß es Christen immer gut gehen müsse. Leider gibt es die Annahme und auch Lehre, ein Christ sei erfolgreich, wenn er ein guter Christ sei. Doch ist dies nicht genau die Botschaft, die wir hören wollen? Lauschen wir genau hin, höre wir da nicht die Schlange “sollte Gott gesagt haben”?

Dann darf ich dir heute sagen: Es ist so. Wohlstand, Gesundheit und vermeintlicher Erfolg sind nicht der Maßstab, ob wir ein gutes Christsein leben oder gar ob Gott mit uns zufrieden ist. Rückschlüsse von Krankheit auf den Seelenzustand eines Bruders oder Schwester können sehr schnell in Hochmut und Lieblosigkeit enden. Denn so dachten früher schon die Heiden. Unser erlöstes Denken sei vom Erbarmen Gottes geprägt. Wir sind einander als Geschwister gegeben – und nicht zu Richtern berufen.

Denn mit dem Maß, mit dem wir uns untereinander richten, werden wir selbst auch gerichtet werden. Ist dort auch nur EINER, der da bestehen kann? Haben wir den Status der Begnadigung hinter uns gelassen und dürfen uns nun der Gerechtigkeit rühmen? Wenn ja, dann doch nur aufgrund der Gerechtigkeit, die vor Gott gilt durch das Opfer Jesu. Und sonst nichts.

So Gott zu dir sprach, du müßtest durch den Feuerofen gehen, dann hat dies leider nichts Heroisches an sich. Denn es wird weh tun. Die Feuer kommen aus allen Ecken – insbesondere von denen, denen du dies niemals zutrauen würdest. Doch gleichgültig, ob sich hier Menschen versündigen, letztendlich ist es das Feuer des Herrn. Das ganze Elend kommt aus Seiner Hand.

Vermutlich wirst du noch nicht einmal eine “Bühne” bekommen, wo alle sehen können, wie ungerecht und gemein man zu dir ist. Und wehe dir, wenn du dir mit eigeneer Hand helfen wolltest. Schon ein König david wagte es nicht, sich selbst zu helfen – und wie köstlich sprich Gott von diesem durchaus fehlerhaften Mann?

Darum gehe in den Tag mit der gewißheit: “Alle Dinge dienen dem zum Besten, die Gott lieben” gilt für uns über alle Zeiten hinweg. Genieß wir heute den Wohlstand, so wollen wir teilen, erleiden wir Ungemach und Feuersbrünste, dann wollen wir lernen zu danken, denn es ist Gott selbst, der Hand angelegt hat (auch wenn es unverständlich erscheint!).

Er hat uns geprüft im Schmelzofen des Elends, denn Wohlstand bringt unser inneres Elend niemals zum Vorschein. Erst wenn der Ofen so richtig heiß ist, platzt die Schlacke auseinander und wir sehen das allerfeinste Edelmetall glänzen – die Schlacke kann abgefegt werden und der Rest lobt Gott in Klarheit und Wahrheit.

Der Schemlzofen des Silbers ist nicht genug. Silber schmilzt bei  961,8 Grad Celsius und Gold bei 1.064 Grad Celsius. darum geht es in der Nachfolge Jesu durchaus “heiß her”.

Warum lieben wir das reine Gold? Weil es nicht rostet, nicht anläuft und immerzu nur strahlt. So wollen und sollen wir sein.

 


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